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Mittwoch, 25.11.2015
Pressemitteilung des Jungen Umwelt Bündnisses Stuttgart anlässlich der Climate Parade Stuttgart

Jugendliche in Stuttgart vor dem Klimagipfel: „Es geht um unsere verdammte Zukunft!“

Am Wochenende vor dem 21. Weltklimagipfel COP in Paris erwartet das Junge Umwelt Bündnis Stuttgart hunderte jugendliche Demonstrierende, die am 28.11. auf ein verbindliches Klimaabkommen pochen. Mit einer bunten Parade für das Klima, die den provozierenden Titel „It’s our fucking future!“ trägt, soll auf die akute Bedrohung durch den vom Menschen verursachten Klimawandel aufmerksam gemacht werden. Beginnen wird die Parade um 14:30 Uhr in der Lautenschlagerstraße vor dem Hauptbahnhof. Dabei stehe der Aspekt der Generationengerechtigkeit im Vordergrund: „Unsere Generation wird als erste von der Erderwärmung betroffen sein. Deshalb müssen wir zeigen, dass in Paris nicht einfach über die Köpfe der Jugendlichen hinweg entschieden werden darf“, meint Marcel Roth, der als Vertreter der Grünen Jugend Baden-Württemberg die Climate Parade mitorganisiert hat. Man wolle auf der Demo viele Aspekte der Nachhaltigkeit zeigen. So soll die Demonstration von einem fünf Meter langen Lastenrad angeführt werden, das von zehn Menschen per Pedalkraft angetrieben werden soll. „Auf dem Klimabike legt dann ein DJ Elektroswing auf. So wird uns beim Tanzen nicht kalt“, sagt Roth mit Blick auf die niedrigen Temperaturen.
Das Junge Umwelt Bündnis fordert ein Klimaabkommen, das eine Erderwärmung von maximal 1,5°C zulässt. „Damit haben wir uns auf ein ambitioniertes Ziel festgelegt und stehen an der Seite der kleinen Inselstaaten wie Haiti, deren Existenz bei einer Erwärmung um etwa 2°C ernsthaft bedroht ist.“ Vor allem, wenn man die aktuellen Flüchtlingsbewegungen betracht, müsse klar sein, dass auch der Klimawandel eine Fluchtursache darstelle. „Wir wollen nicht, dass Menschen in Zukunft durch einen ansteigenden Meeresspiegel oder durch anhaltende Dürreperioden dazu gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Und wir fordern, dass sich die reichen Länder des globalen Nordens Lösungen für Klimaflüchtlinge überlegen!“, so Helene Heyer, die im Landesjugendvorstand der BUNDjugend sitzt.
„Wir müssen uns alle überlegen, wie wir zum Klimaschutz beitragen können. Das fängt beim Fahrradfahren an und geht mit einem Überdenken des Konsums weiter. Beim Einkauf im Supermarkt muss mir zum Beispiel bewusst sein, dass 16 Kilo Getreide benötigt werden, um ein Kilo Rindfleisch herzustellen. Wir glauben nicht an bloße Effizienzsteigerungen, wir sind der Überzeugung, dass wir letztlich an der Wachstumsmaxime unseres Wirtschaftssystems rütteln müssen“, so Julian Kleinhans vom Bund der deutschen katholischen Jugend, der ebenfalls an der Planung der Demo beteiligt war.
Für den Erhalt der Gletscher setzt sich Miriam Hörth von der Jugend des deutschen Alpenvereins ein: „Wir gehen regelmäßig klettern und haben deshalb ein enges Verhältnis zur Natur. Wir müssen die Natur erhalten, weil wir uns die Erde nur von morgen geliehen haben!“

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